Forschungsschwerpunkte & Kooperationspartner

An dieser Stelle geben wir einen Überblick über die Forschungsschwerpunkte der AG Volk. Selbstverständlich ist hier nur ein Teil unserer Arbeit dargestellt.

Entwicklung und Validierung neuer immundiagnostischer Teste

Ziel ist Entwicklung und Validierung neuer immundiagnostischer Tests. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf zellulär immunologischen Tests.
Als ein Marker der Immunkompetenz wurde z.B. die monozytäre HLA-DR Expression entwickelt. Dieser Marker steht für die zelluläre Immunkompetenz. Mit dem neu entwickelten, besser und standardisiert quantifizierbaren Test (Quantibrite HLA-DR) lassen sich die Werte nun international gut vergleichen (in Kooperation mit Becton-Dickinson).

Literatur (Beispiel):
Docke WD et al. Monitoring temporary immuno-depression by flow cytometric measurement of monocytic HLA-DR expression: a multicenter standardized study. Clin Chem. 2005;51:2341-7.

Anwendungen für diesen Marker finden sich in der Intensivmedizin – eine Erniedrigung zeigt eine eingeschränkte Immunkompetenz posttraumatischer Patienten an, was zum erhöhten Infektionsrisiko führt. Der Biomarker wäre potentiell für eine präemptive Therapie geeignet. Bei schon etablierter Sepsis ist die Extremform der Hemmung - eine „Immunparalyse“ – mit schlechter Prognose assoziiert – ohne Erholung des Markers kein Überleben. Auch für immunsupprimierte Patienten (Transplantation, Autoimmunopathien) eignet sich der Marker sehr gut für die Einstellung der Immunsuppression bei infektiösen Komplikationen.

Literatur (Beispiele):
Schefold JC et al.. A novel selective extracorporeal intervention in sepsis: immunoadsorption of endotoxin, interleukin 6, and complement-activating product 5a. Shock. 2007;28:418-25

Strohmeyer JC et al. Standardized immune monitoring for the prediction of infections after cardiopulmonary bypass surgery in risk patients. Cytometry B Clin Cytom. 2003; 53:54-62

Döcke WD et al. Monocyte deactivation in septic patients: restoration by IFN-gamma treatment. Nat Med. 1997; 3:678-81.)

Weitere zelluläre Funktionsteste, die entwickelt wurden:

  • Modifizierung der polyklonalen und antigen-induzierten T-Lymphozytenproliferation (LTT) zur Erfassung der T-Zellkompetenz bzw. T-Zellsensibilisierung
  • Nachweis Virusantigen-reaktiver T-Lymphozyten mittels Peptidbibliotheken (in Kooperation mit JPT)
  • Nachweis Mykobakterien-spez. T-Lymphozyten (in Kooperation mit Milenia biotech)
  • Dip-Teste zur Quantifizierung von Zytokinen (in Kooperation mit Milenia biotech)
  • Funktionstest der T-Lymphozyten Zytokinsekretion (in Kooperation mit Becton-Dickinson


Literatur (Beispiele):
Letsch A et al.  CMV-specific central memory T cells reside in bone marrow. Eur J Immunol. 2007; 37:3063-8

Bunde T et al.  Protection from cytomegalovirus after transplantation is correlated with immediate early 1-specific CD8 T cells. J Exp Med. 2005; 201:1031-6

Kern F et al.  Analysis of CD8 T cell reactivity to cytomegalovirus using protein-spanning pools of overlapping pentadecapeptides. Eur J Immunol. 2000; 30:1676-82

Kern F et al. T-cell epitope mapping by flow cytometry. Nat Med. 1998; 4:975-8)

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Monitoring transplantierter Patienten

Ziel ist die Identifizierung von Subgruppen, die auf der Basis eines immunologischen Risikoprofils einer differenzierten Immunsuppression zugeführt werden. Damit soll die Übersuppression von Patienten vermieden werden, aber „weaning“-Protokolle (Absetzen CNI, Toleranzinduktion etc.)  auch sicherer gemacht werden.

Neben der engen Kooperation mit der interdisziplinären Arbeitsgruppe aus der Nephrologie (Forschungseinheit Nephrologie und Transplantation) und der AG Transplantationstoleranz erfolgt eine enge Einbindung in das europäische (RISET) und amerikanische (ITN) Toleranznetzwerk.

siehe auch:
EU Project FP5 “Tolerance Indices” www.transplant-tolerance.org.uk
EU Project FP6 “RISET” www.risetfp6.org

Im Rahmen dieses Netzwerkes wird ein molekularbiologisches Immunmonitoring an Patientenproben nach Leber, Knochenmark- oder Nierentransplantation durchgeführt. Dabei geht es um die Entwicklung und Validierung neuer Biomarker für die Identifizierung von Patienten, die für „Weaning-Protokolle“ mehr oder weniger geeignet sind, sowie das Monitoring des Absetzens.
Die Koordination dieses Workpackages erfolgt von uns zusammen mit der Forschungseinheit Nephrologie und Transplantation (Fr. Prof. Reinke).

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Monitoring von zellbasierten Therapien

Ziel ist die Identifizierung von Biomarkern für das Monitoring zellbasierter Therapien. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies (Öffnet externen Link im aktuellen FensterBCRT).

Zelltherapien in Entwicklung:

  • Adoptive T-Zelltherapie gegen Viren/Tumoren (EBV, CMV ...); Einbindung auch in den SFB-TR 36 (www.sfb-tr36.com)
  • Adoptive Therapie mit regulatorischen T-Zellen (Transplantation, Autoimmunität); Einbindung auch in den SFB 650 (http://sfb650.charite.de)
  • Immunmodulatorische Funktion von Stammzellen und Stammzellderivaten

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Forschungsdatenbank

Für mehr Details nutzen Sie bitte auch die Öffnet externen Link im aktuellen FensterForschungsdatenbank der Charité.

Kontakt IMI

Direktor:
Prof. Dr. Hans-Dieter Volk

Sekretariat:
Andrea Gorgas

Charité – Universitätsmedizin Berlin
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Institutsgebäude Süd
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13353 Berlin

Postanschrift:
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