Forschungsschwerpunkte & Kooperationen der AG Volk

An dieser Stelle erhalten Sie einen Überblick über die laufenden Forschungsprojekte und die jeweiligen Kooperationen.

Sie befinden sich hier:

Entwicklung und Validierung neuer immundiagnostischer Tests

Ziel ist die Entwicklung und Validierung neuer immundiagnostischer Tests. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den zellulär immunologischen Tests.
Als ein Marker der Immunkompetenz wurde z.B. die monozytäre HLA-DR Expression entwickelt.
Dieser Marker steht für die zelluläre Immunkompetenz. Mit dem neu entwickelten, besser und standardisiert quantifizierbaren Test (Quantibrite HLA-DR) lassen sich die Werte nun international gut vergleichen (in Kooperation mit Becton-Dickinson).

Anwendungen für diesen Marker finden sich in der Intensivmedizin – eine Erniedrigung zeigt eine eingeschränkte Immunkompetenz posttraumatischer Patienten an, was zum erhöhten Infektionsrisiko führt. Der Biomarker wäre potentiell für eine präemptive Therapie geeignet. Bei schon etablierter Sepsis ist die Extremform der Hemmung - eine "Immunparalyse" – mit schlechter Prognose assoziiert – ohne Erholung des Markers kein Überleben. Auch für immunsupprimierte Patienten (Transplantation, Autoimmunopathien) eignet sich der Marker sehr gut für die Einstellung der Immunsuppression bei infektiösen Komplikationen.

Weitere zelluläre Funktionstests, die entwickelt wurden:

  • Modifizierung der polyklonalen und antigen-induzierten T-Lymphozytenproliferation (LTT) zur Erfassung der T-Zellkompetenz bzw. T-Zellsensibilisierung
  • Nachweis Virusantigen-reaktiver T-Lymphozyten mittels Peptidbibliotheken (in Kooperation mit JPT)
  • Nachweis Mykobakterien-spez. T-Lymphozyten (in Kooperation mit Milenia biotech)
  • Dip-Teste zur Quantifizierung von Zytokinen (in Kooperation mit Milenia biotech)
  • Funktionstest der T-Lymphozyten Zytokinsekretion (in Kooperation mit Becton-Dickinson

Monitoring transplantierter Patienten

Ziel ist die Identifizierung von Subgruppen, die auf der Basis eines immunologischen Risikoprofils einer differenzierten Immunsuppression zugeführt werden. Damit soll die Übersuppression von Patienten vermieden werden, aber "weaning"-Protokolle (Absetzen CNI, Toleranzinduktion etc.)  auch sicherer gemacht werden.

Neben der engen Kooperation mit der interdisziplinären Arbeitsgruppe aus der Nephrologie (Forschungseinheit Nephrologie und Transplantation) und der AG Sawitzki erfolgt eine enge Einbindung in das europäische (RISET) und amerikanische (ITN) Toleranznetzwerk.

Im Rahmen dieses Netzwerkes wird ein molekularbiologisches Immunmonitoring an Patientenproben nach einer Leber, Knochenmark- oder Nierentransplantation durchgeführt. Dabei geht es um die Entwicklung und Validierung neuer Biomarker für die Identifizierung von Patienten, die für "Weaning-Protokolle" mehr oder weniger geeignet sind, sowie das Monitoring des Absetzens.
Die Koordination dieses Workpackages erfolgt von uns zusammen mit der Forschungseinheit Nephrologie und Transplantation (Fr. Prof. Reinke).

Monitoring von zellbasierten Therapien

Ziel ist die Identifizierung von Biomarkern für das Monitoring zellbasierter Therapien. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Berlin-Brandenburger Center für Regenerative Therapien (BCRT).

Zelltherapien in Entwicklung:

  • Adoptive T-Zelltherapie gegen Viren/Tumoren (EBV, CMV ...) mit Einbindung in den SFB-TR 36 
  • Adoptive Therapie mit regulatorischen T-Zellen (Transplantation, Autoimmunität) mit Einbindung in den SFB 650 
  • Immunmodulatorische Funktion von Stammzellen und Stammzellderivaten

Kontakt AG Volk

Prof. Dr. med.
Hans-Dieter Volk
Institutsdirektor IMI & Direktor BCRT 

t: +49 30 450 524 062 (Sekretariat)
f: +49 30 450 524 962