Experimentelle Forschung

Das Psoriasis- Forschungs- und BehandlungsCentrum ist ein interdisziplinäres Zentrum des Instituts für Medizinische Immunologie und der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité.
Das Zentrum umfasst die drei Bereiche experimentelle Forschung, klinische Forschung und Patientenversorung.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Gruppe "Molekulare Immunpathologie" unter Leitung von PD. Dr. rer. nat Kerstin Wolk aus dem Bereich der experimentellen Forschung.

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Molekulare Immunpathologie

Der Forschungsschwerpunkt der Gruppe Molekulare Immunpathologie liegt auf den molekularen und zellulären Mechanismen der Entstehung und Persistenz der Hautveränderungen bei chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen wie Psoriasis, Acne inversa und Pityriasis rubra pilaris.

Die entzündete Haut

Beim Studium der entzündeten Haut interessiert sich die Gruppe vor allem für:

  • die Rolle von Zytokinen (z.B. die epidermalwirksamen Mediatoren IL-22, IL-29, IL-20, IL-19, IL-17, IL-24 und IL-36) und deren Organisation in Netzwerken
  • die Charakterisierung des Immunzellinfiltrats
  • die epigenetischen Veränderungen der lokalen Gewebszellen
  • das erkrankungsspezifische Auftreten von Hauthyperregeneration versus -destruktion.

Neben den Hautveränderungen leiden die Patienten vielfach an weiteren Erkrankungen (sog. Komorbiditäten), wie Gelenkentzündung, Darmentzündung und Stoffwechselerkrankungen (Adipositas, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck). Deshalb untersucht die Gruppe die mechanistischen Zusammenhänge zwischen Hautentzündung und Komorbiditäten.
Weitere Studien der Gruppe fokussieren auf die Regulation der Hautpermeabilitätsbarriere, die Regulation der epidermalen antiviralen/antimikrobiellen Kompetenz, die Identifizierung von Biomarkern zur Stratifizierung der Patienten und die Etablierung von In vitro- und In vivo-Modellsystemen für die Hautentzündung.

Untersuchungssysteme

Die von der Gruppe genutzten Untersuchungssysteme umfassen:

  • Hautbiopsien für Expressionsanalysen,
  • aus dem Blut und der Haut isolierte Zellpopulationen und deren Kulturen,
  • rekonstituierte Epidermiskulturen, Kulturen exzidierter Haut von Patienten
  • und gesunden Spendern und verschiedene In vivo-Modelle für Hautentzündung und Wundheilung sowie zytokinüberexprimierende und bezüglich spezifischer Zytokinrezeptoren einfach oder mehrfach defiziente Stämme

Die Dank der engen Interaktion mit dem klinischen Team des Zentrums aufgebaute Bank humaner Proben ermöglicht der Gruppe breite krankheitsübergreifende Untersuchungen.